Für das Jahr 2011 wünschen wir uns noch einmal Babys von Dhakiya.

 

 

 

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"Was kostet denn bei Ihnen ein Welpe?..."

Ein Hundezüchter hat seine Hündin mindestens zwei Jahre groß gezogen bevor überhaupt an Welpen zu denken ist. Sie musste, wenn sie in einem seriösen Verein gemeldet ist, gekört werden. Voraussetzung für eine Körung sind,  je nach Rasse, diverse tierärztliche Untersuchungen, wie Röntgenaufnahmen und -auswertungen der Hüfte oder der Ellbogen oder Tests auf rassetypische Erbkrankheiten.

Auch ein Hundezüchter muss jeden seiner Hunde zur Hundesteuer anmelden und versichern (auch wenn sie altersbedingt nicht mehr oder noch nicht zuchttauglich sind). Auch die nicht mehr oder noch nicht in der Zucht befindlichen Tiere müssen vernünftig ernährt und tierärztlich betreut werden.

Stellen Sie sich mal für zwei Minuten vor, Sie wären Hundezüchter und würden, wie die meisten Hundezüchter auch, alles für Ihre Hündin tun, um sicherzustellen, dass sie wohlauf, bestens genährt und vor Gesundheit strotzend den nächsten Tag begrüßen kann. Und das tun Sie, wie die meisten Hundezüchter auch, tagtäglich. Tagaus, tagein, feiertags, sonntags und auch, wenn Ihre Kollegen Ansichtskarten mit den besten Urlaubsgrüßen senden. Und Sie tun das auch noch, wenn Ihre Hündin aus Altersgründen längst keine Welpen mehr bekommen darf. Sie besuchten Hundezüchterseminare, Sie lasen jedes erreichbare Buch zum Thema Hundezucht, Sie sprachen mit Züchterkollegen, traten einem Hundezüchterverein bei, Sie kauften sich ein für die Hundezucht passendes Grundstück,  Sie machten das Grundstück hundesicher, Sie haben mehrere Zuchtausstellungen besucht, .... 

Selbstverständlich haben Sie, wie viele andere Hundezüchter auch, DNA-Profile ihrer Zuchttiere erstellen und hinterlegen lassen, sodass die Elternschaft Ihrer Welpen neben den Ahnentafeln auch wissenschaftlich nachgewiesen werden kann.

Sie haben bis hierher wohl alles richtig gemacht, denn Ihre Hündin wird von den Zuchtrichtern oder vom Tierarzt (das ist unterschiedlich von Verein zu Verein) für zuchttauglich befunden.

Endlich wird die Hündin hitzig. Sie stellen sie dem Tierarzt vor, lassen bakteriologische Untersuchungen vornehmen und den geeigneten Decktag bestimmen.

Sie fahren, nachdem Sie oft monatelang recherchierten, wie viele Hundezüchter auch, bis zu 1000 km zum bestgeeigneten Deckrüden mit Ihrer Hündin (Deckpreis bis zu 1000 Euro zuzüglich Aufenthaltskosten während des Deckens). Sie hoffen, dass die Hündin den Rüden mag und aufnahmebereit ist. Wenn Sie Glück haben,  hat Ihre Hündin tatsächlich aufgenommen.

Natürlich lassen Sie, wie die meisten Hundezüchter auch, die Trächtigkeit tierärztlich betreuen, lassen mindestens zwei Ultraschalluntersuchungen vornehmen.

63 lange Tage wächst nun die Spannung in Ihnen. Sie sehen, wie sich Ihre Zuchthündin verändert. Sie achten nun noch mehr darauf, dass es Ihrer Zuchthündin bestens geht und es ihr an nichts fehlt...

Spätestens ab dem 60.Tag schlafen Sie, wie viele Hundezüchter auch, unruhig neben der Wurfkiste.

Natürlich bekommen die Babys sowie die Mamis spezielles Aufzuchtsfutter, welches nicht im Discounter erhältlich ist, das jedoch eine optimale Grundversorgung der Welpen garantiert. Auch die medizinische Versorgung der Hunde sind für seriöse Hundezüchter selbstverständlich und nicht kostenlos. Dabei sind  Behandlungskosten für Krankheiten nicht mitgerechnet, von denen leider auch ein noch so verantwortungsbewusster Hundezüchter nicht immer verschont bleibt.

8 bis 12 Wochen (je nach Rasse) lang werden Sie die Welpen durch viel Kontakt und Spiel sozialisieren. Das nimmt sehr viel Ihrer Zeit in Anspruch.

Sie werden nun beginnen, Ihren Nachwuchs zu veröffentlichen. Zeitungsanzeigen, Internetinserate etc...
 

und dann:

Jemand ruft an, weil er im Internet oder in der Zeitung Ihre Anzeige fand.

Der Anrufer hat dann jedoch nur diese   e i n e   Frage:

"Was kostet denn bei Ihnen ein Welpe?..."

 

Oft wird diese Frage gestellt,

- ohne eine der üblichen Begrüßungsformeln,

- ohne anzugeben, welchem Hund wir das Interesse des Anrufers verdanken können,

- ohne uns irgendeinen Grund zu nennen, warum wir einen unserer Welpen gerade an diesen Anrufer verkaufen sollten,

- ohne zu hinterfragen, welcher Art die Sozialisierung des Welpen oder gar der Elterntiere ist.

 

Selbstverständlich ist die Frage nach dem Welpenpreis überaus berechtigt,

aber sie sollte nicht die einzige sein ...